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Dorit Croissier - Zukunft erinnern - Installation und Relief


Croissier Abakus

Das historische Frankenberg liegt aus der Landschaft aufragend, auf einem Hügel über der Ederaue. Im Mittelalter bot sich dem Reisenden ein ähnliches Bild mit der Kirche und den Fachwerkhäusern, von der Stadtmauer mit ihren Türmen und Toren umgeben. In einem dieser historischen Häuser, dem Haus am Geismarer Tor, findet die Ausstellung "Dorit Croissier - Zukunft erinnern" statt.
Der Frankenberger Kunstverein hat die in der Warburger Börde arbeitende und lebende Künstlerin zu einer Auseinandersetzung mit dem historischen Gebäudeensemble eingeladen.

Die Künstlerin lebte in verschiedenen Gegenden u. a. in den USA, in Südfrankreich und in der Schweiz. Seit 1984 ist sie in Ostwestfalen ansässig und lebt in Warburg. Sie hat verschiedenste Berufe ausgeübt, arbeitet aber seit 25 Jahren mit dem Material Ton in verschiedenen keramischen Werkstätten und seit 1994 als freischaffende Künstlerin im eigenen Atelier. Hier kommen unterschiedlichste Materialien zur Verwendung. Neben dem Ton auch Porzellan, Glas, Metall, Naturmaterialien, Gips, Acrylfarben.

Dorit Croissier arbeitet auf den Ort bezogen, hinterfragt diesen, seine Geschichte und spezifischen Charakteristika. Die Ausstellung entwickelt sich als eine Folge von Installationen, in die Reliefs, Collagen, Objekte und Skulpturen in unterschiedlicher Weise eingebunden sind. Die inhaltliche Konzeption spiegelt die Auseinandersetzung der Künstlerin mit dem Ausstellungsort, dem Fachwerkgebäude und dem Turm, mit seinen Rahmenbedingungen, die sich in der Architektur und im Inneren darstellen. Sie entwickelt für die unterschiedlichen Räume jeweils ein eigenes Konzept - "ortsbezogen" in den Räumen des Fachwerkhauses und "turmbezogen" im Turm.

Der Ort der Ausstellung findet im Werk Entsprechungen. Die Weltsicht des Mittelalters und der Neuzeit steht der der Künstlerin gegensätzlich gegenüber und bietet deshalb Möglichkeiten eines Dialoges. Anrührend, behutsam, verletzlich wird Gegenposition bezogen - entwickeln die Arbeiten im Diskurs ihre eigene Macht.


Zur Eröffnung der Ausstellung lädt der Kunsttreff am Samstag, dem 5. September 2015, um 17 Uhr in das Haus am Geismarer Tor in Frankenberg einladen.

Performance (Benjamin Porbs) und Klanginstallation (Anton Cik).
19. September bis 18. Oktober 2015, geöffnet Sa. U. So. 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung 0 56 91 - 62 57 34.